Szenenwechsel:
Nachdem ich mich abgetrocknet hatte, wickelte
ich das Handtuch um mich herum und ließ mich auf einer der Liegen nieder. Nun
war ich wirklich geschafft. Die Arbeit in der Hitze, das Rendezvous unter der
Birke und dann noch die Planscherei im Pool hatten mich echt geflasht. Zeit für
ein bisschen Ruhe.
Jon wollte uns was zu trinken und sein Handy
holen.
Als er zurück kam, reichte er mir eine Cola
auf Eis.
„Nicht, dass Du noch unterzuckert wirst !“
lächelte er.
Er war wirklich ein Geschenk des Himmels,
genau das hatte ich nämlich gerade befürchtet. Oft, wenn ich lange in der Sonne
war oder körperlich hart arbeitete, lief ich Gefahr, dass mein Zuckerspiegel
rapide absank. Dann wurde mir entsetzlich schlecht, ich hörte alles nur noch
wie durch Watte und war nicht weit davon entfernt, einfach umzukippen. Obwohl
mir das in seiner Gegenwart noch nie passiert war, wusste er davon. Manchmal
war er mir fast ein wenig unheimlich….. Ich hatte jedoch nicht lange
Gelegenheit, darüber nachzudenken, denn sein Handy fiepste. Am Klingelton
erkannte ich, dass es das New Yorker Büro war.
„Bonnie ! Was liegt an ?“ fragte er.
Ich öffnete die Augen und beobachtete ihn. An
seiner Körperhaltung erkannte ich, dass der Anruf wohl sehr wichtig schien. Um
nicht zu neugierig zu erscheinen, schloss ich die Augen wieder.
„Hey ! Das sind ja wunderbare Neuigkeiten !
Super, ich danke Dir !“
Bonnie schien wirklich gute Nachrichten zu
haben, denn als ich ihn wieder ansah, lachte er über das ganze Gesicht. Freudig
hörte er ihr weiter zu.
„Das hast Du ganz toll gemacht, Du weißt
nicht, wie ich mich darüber freue !“
Sie redeten noch eine Weile und ich
überlegte, was sie denn so toll gemacht haben könnte. Richie vielleicht….
Bestimmt hatte sie für Richie irgendetwas organisiert, damit er Hilfe bekam…..
Schließlich war das immer noch unser Problem Nummer eins….
Er legte auf und strahlte mich an.
„Richie ?“ fragte ich.
Nach einem kurzen Zucken wollte er mir
antworten, besann sich jedoch eines Besseren. Hastig nahm er einen Schluck und
sagte nur:
„Auch.“
„Was „Auch“?“
„Nun,“ Jon überlegte kurz und antwortete
dann.
„Sie informiert sich gerade, was es für
Möglichkeiten gibt, wo er hin könnte, sich erholen, weg von dem Ganzen….“
„Und was hat sie dann so ganz toll gemacht ?“
„Ach, weißt Du, ich lobe meine Mitarbeiter
halt gerne.“
„Hä ?“
„Na ja, die Geschichte geht schon in den
privaten Bereich, das halte ich eigentlich von unserem Büro und auch von Bonnie
fern….. Aber nun lass uns ein wenig schlafen, ich bin wirklich müde.“
Er wand sich um eine richtige Antwort herum,
täuschte ein sehr unechtes Gähnen vor und legte sich mit geschlossenen Augen
zurück. Ganz sicher spielte er mir etwas vor und verheimlichte mir wieder
etwas.
„Jon ?“ hakte ich nach.
„Mmmmhh….“ murmelte er träge.
Also gab ich es auf, so gut kannte ich ihn
mittlererweile, dass ich wusste, er würde mir jetzt sowieso nicht die Wahrheit
sagen. Eine Weile grübelte ich nach und überlegte hin und her, um was es gehen
könnte, doch dann überkam auch mich eine Schläfrigkeit und meine Augen fielen
zu.
Eiskaltes Wasser ließ uns beide
hochschrecken.
„Hey Ihr Faulpelze !“ tönte Richies Stimme
und mir kam es so vor, als brüllte er direkt in mein Ohr.
Verwirrt rieb ich mir die Augen und strich
die Haare zurück. Neben mir hatte Jon den Arm über das Gesicht gelegt, um sich
vor dem grellen Sonnenlicht zu schützen.
„Richie ! Was zur Hölle….“ murmelte er völlig
verschlafen.
„Ihr lasst es Euch ja wieder mal gut gehen,
während ich Stress hab !“
„Und welchen Stress hast Du ?“ fragte Jon gedehnt.
„Ich hab für uns gekocht ! Schließlich wollte
ich mich endlich mal bei Euch revanchieren.“
„Richie, Du
hast ganz sicher nicht gekocht !“
brummelte ich.
„Nun ja, dann sagen wir eben `Essen besorgt`
? Also, macht Euch frisch und dann kommt rüber. Wir essen auf der Terrasse.“
Als er wieder gegangen war, drehte sich Jon
zu mir und sah mich griesgrämig an.
„Manchmal verfluche ich den Tag, an dem wir
diese beiden Häuser gekauft haben.“
„Ach komm schon. Er meint es doch nur gut.“
„Sicher, aber eigentlich wollte ich den Abend
mit Dir verbringen. Vielleicht einen schönen Film schauen, kuscheln, reden…..“
„Weißt Du was ? Es ist ja noch früh, wir
gehen rüber, essen und verabschieden uns zeitig. Dann haben wir noch was vom
Abend, okay ?“
„Es ist ja nicht nur, dass er mir einen
Strich durch die Planung macht. Ich muss mit Mr. Sambora noch ein ernstes
Gespräch führen.“
Erschrocken sah ich ihn an.
„Was…?“
„Keine Angst, nicht wegen seiner Sauferei.
Die Telefonaktion meinte ich. Ich muss ihm einfach begreiflich machen, was er
angerichtet hat. Wahrscheinlich ist ihm nicht im geringsten klar, was passiert
ist und was für Folgen das hatte.“
Nachdenklich strich er mit einer Hand fest über
seinen Oberarm.
„Ich will das klären, es macht alles nur
schlimmer, so lange das zwischen uns steht.“
„Du wirst das aber nicht nachher ansprechen
?“
„Nein, natürlich nicht. Ich werde allein mit
ihm darüber reden.“
Beruhigt erhob ich mich und gemeinsam gingen
wir nach oben, um uns fertig zu machen.
„Ich lass das Wasser gleich an für Dich !“
Grinsend ging er an mir vorbei. Als er die
Tür der Duschkabine öffnete, ließ er das blaue Handtuch, das um seine Hüften
geschlungen war, betont langsam zu Boden sinken. Er war wieder einmal
unwiderstehlich.
„Du bist unmöglich !“ gab ich die Empörte.
„Was Du kannst, kann ich auch !“ gab er frech
zurück.
Kopfschüttelnd machte ich mich daran, meine
Haare zu föhnen. Nebenher schminkte ich mich kurz. Ich entschied mich für meine
weiße Leinenhose, dazu schlüpfte ich in ein oliv grünes Shirt, an dem innen ein
weißes Stück Stoff genäht war, das mit zwei Trägern im Nacken gebunden wurde. Jon
trug eine schwarze Cargo zu der er, lässig wie immer, ein weißes Shirt und
seine schwarzen Schlappen kombinierte. Er fuhr sich mit beiden Händen durch die
Haare und strahlte mich an.
„Können wir ?“
4 Kommentare:
tz tz tz Richie das war nicht nett... .die beiden einfach so mit kalten Wasser zu wecken *rofl*
wobei wenn es da soo warm ist... können die das schon ab... sind ja nicht aus Zucker die beiden *lach*
siehste Missi.... es geht doch... immer weiter posten hier.. .danke schön :)
Ja ja, ich werde schön brav weiter schreiben, weiter mir den Kopf zerbrechen, bis ich wieder zum Färben muss, weiter tippseln, bis mir der Kopf auf die Tastatur knallt...... *lach*
:D
Ach, ja, unser lieber Richie kanns einfach nicht lassen^^
tolles Kapitel, bin gespannt was die beiden jetzt noch ertwartet :)
glg
missi...... wann gehts weiter??? NEIN ich drängel gar nich.... *rofl*
wo ist eigentlich das runaway abgeblieben?? hat die nicht bemerkt das es bei dir weiter geht??? *gg*
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